Konzert Neue Musik

07.10.2017 (19:30)

Das erste Konzert der Reihe Neue Musik 2017 kontrastiert Werke der New York School der 60er Jahre mit Werken des österreichischen Komponisten Beat Furrer. Beide Stücke von Beat Furrer entsprechen in ihrer Einbeziehung der Stimme einer „dramatischen Mitte“: Mit der Vertonung der Gedichte befinden sich die Stücke zwischen den großen musikdramatischen Werken des Komponisten und seiner Instrumentalmusik. In  Poemas, 1984 entstanden, vertont Furrer ein Gedicht Pablo Nerudas aus dessen bekanntester Sammlung der „20 Liebesgedichte und ein Lied der Verzweiflung“. „auf tönernden füssen“, 1999 anlässlich des 75. Geburtstags von Frederike Mayröcker entstanden, kombiniert den Titel eines Hörspiels der Dichterin mit einem Text eines Gedichts aus den 50er Jahren. Die Nutzung des Hörspieltitels spiegelt sich in der Komposition vor allem in der Entfaltung der für das Hörspiel üblichen Geräuschebene, die hier neben den stimmlichen Möglich-keiten  durch zahlreiche verschiedene Artikulations- und Spieltechniken der Flöte realisiert wird. -  Die sogenannte „New York School“ entstand durch den Kontakt, den Austausch und die enge Zusammenarbeit und Freundschaft zwischen bildenden Künstlern und Komponisten im New York der 50er und 60er Jahre. Christians Wollfs Werk für Gitarre Another Possibility ist ein später Kommentar auf das lange verlorene Werk Morton Feldmans, dessen The Possibility of a New Work for Electric Guitar Wolff selbst 1966 aufgeführt hatte. Edges und Pairs spiegeln die für diese Zeit typischen häufigen Phänomene zahlreicher Werke: keine festgelegte instrumentale Besetzung und eine durch graphische Notation ermöglichte sehr freie, variable Interpretation eines Werkes. 

Lena Haselmann > Mezzosopran
Ursula Weiler > Flöte
Daniel Göritz > Gitarre
Günther Albers > Klavier
Dominic Oelze > Percussion

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